Regulatory Intelligence

Überwachen. Prüfen. Schützen.

Regulierungsdruck, Geldwäsche- und Betrugsmuster sowie Modellrisiken wachsen schneller als die Teams, die sie prüfen sollen. Drei Engines unterstützen Banken und Versicherungen bei diesen Aufgaben: Sie gleichen neue Regulierung mit dem internen Regelwerk ab, erkennen auffällige Muster in Transaktions- und Schadensdaten und bewerten Tarife und Risiken mit ausgewiesener Unsicherheit. Jede Prüfung wird nachvollziehbar dokumentiert; jede Entscheidung bleibt beim Menschen.

Zu den Produkten

Eine Frau, die auf einen großen Bildschirm mit einer Karte schaut

Unsere Produkte

Drei Engines, jede für sich ein fertiges Produkt mit eigener Methodik, entwickelt, etabliert und gerne auch betrieben von uns.

Core Regulatory Engine

Prüft Regulierung gegen Ihr Regelwerk, lückenlos begründet.

Externe Anforderungen und internes Regelwerk werden als gekoppelte Wissensgraphen geführt. Ein Prüfverfahren durchläuft diese Struktur schrittweise und gleicht jede Vorschrift gegen Ihren Regelbestand: Für jede Anforderung entsteht ein Befund (Deckung, Teildeckung, Lücke oder Widerspruch) mit Fundstellen und einer Prüfkette, die jeder Schritt begründet. Geprüft wird kontinuierlich: Neue Regulierung wird fortlaufend eingespeist und automatisch gespiegelt, nicht einmalig im Projekt. Und wo die Belege nicht tragen, meldet das System die offene Stelle. Eine erkannte Lücke ist ein brauchbarer Befund, eine erfundene Deckung wäre ein Risiko.

  • Vier Befundklassen: Deckung, Teildeckung, Lücke, Widerspruch
  • Jeder Prüfschritt begründet und protokolliert, die Revision kann ihn wiederholen
  • Kontinuierlicher Abgleich statt einmaligem Projekt

FinCrime Engine

Findet unbekannte Muster, ohne je einen Fall gesehen zu haben.

Bestätigte Fälle sind selten und verzerrt: Wer nur aus ihnen lernt, findet die Muster von gestern. Die Engine lernt deshalb aus der Struktur Ihrer Daten selbst, was normal ist, und betrachtet jeden Vorgang aus mehreren Sichten zugleich: den einzelnen Vorgang, seine Einbettung in Konten- und Zahlungsnetzwerke, seinen zeitlichen Verlauf und das fachliche Regelwissen. Keine Sicht entscheidet allein; erst ihre Fusion erzeugt den Befund. Geliefert werden keine vorschnellen Wahrscheinlichkeiten, sondern belastbare Ränge: priorisierte Prüffälle mit nachvollziehbarer Begründung und dokumentierter Evidenz.

  • Lernt ohne Trainingsfälle und findet auch Muster, die noch niemand formuliert hat
  • Mehrere Sichten auf jeden Vorgang; keine davon entscheidet allein
  • Belastbare Ränge statt vorgetäuschter Wahrscheinlichkeiten

Pricing Engine

Rechnet Tarife und Risiken mit Unsicherheit, die nachweislich stimmt.

Sie behandelt Unsicherheit als Größe erster Klasse: Prämien, Reserven und Kapital werden aus vollständigen Wahrscheinlichkeitsverteilungen gerechnet, nicht aus Punktwerten. Dabei trennt sie, was Zufall der Welt ist, von dem, was das Modell nicht weiß. Die erste Größe gehört ins Kapitalmodell, die zweite ins Modellrisikomanagement. Und seine Wahrscheinlichkeiten muss das Modell beweisen: Kalibrierung und Überdeckung werden laufend gegen ungesehene Daten geprüft und korrigiert, bis auf Portfolioebene, wo sonst schleichende Ergebnislöcher entstehen, die in keiner Gütekennzahl auftauchen. So bleibt das Verfahren auch gegenüber der Aufsicht verteidigbar.

  • Prämien, Reserven und Kapital aus vollständigen Verteilungen
  • Zufall und Modellunwissen werden sauber getrennt ausgewiesen
  • Kalibrierung nachweislich, laufend gegen ungesehene Daten geprüft

Die Herausforderung

Neue Regulierung trifft auf begrenzte Kapazität. Jede Vorschrift muss gegen Ihr Regelwerk geprüft werden: begründet, dokumentiert, revisionssicher. Manuelle Stichtagsprojekte skalieren nicht.

Betrug und Geldwäsche verstecken sich in Datenmassen, für die bestätigte Fälle fehlen. Und Risikomodelle müssen der Aufsicht erklären, wie sie rechnen, nicht nur, was herauskommt.

 

Unsere Antwort

Drei Engines, die vorbereiten, nachprüfen und dokumentieren. Sie gleichen Regulierung ab, priorisieren Prüffälle und rechnen Risiken, jede Aussage mit Quelle, jede Prüfung mit dokumentierter Evidenz.

Am Ende jeder Kette steht eine Entscheidung, und die trifft immer ein Mensch. Unsere Produkte liefern die geprüfte, belegte Grundlage dafür.

Leistungsangebot

Vom ersten Abgleich bis zum dokumentierten Betrieb, modular und aus einer Hand.

  • ✓ Kontinuierlicher Abgleich neuer Regulierung: vier Befundklassen, lückenlos begründet.
  • ✓ Tarif- und Risikomodelle mit kalibrierter, nachgewiesener Unsicherheit.
  • ✓ Dokumentierte Prüfketten, die die Revision Schritt für Schritt wiederholen kann.
  • ✓ Priorisierte Prüffälle mit dokumentierter Evidenz für FinCrime-Team.
  • ✓ Kalibrierungs- und Überdeckungsnachweise für Revision und Aufsicht.
  • ✓ Betrieb und Monitoring durch dasselbe Team, das sie gebaut hat.

Kurz erklärt

Vier zentrale Begriffe der Regulatory Intelligence kurz erklärt: regulatorischer Deckungsabgleich, Anomalieerkennung, kalibrierte Unsicherheit und dokumentierte Evidenz.

Wie funktioniert ein regulatorischer Deckungsabgleich?

Beim regulatorischen Deckungsabgleich wird jede neue Anforderung systematisch mit dem internen Regelwerk verglichen. Das Ergebnis wird als Deckung, Teildeckung, Lücke oder Widerspruch dokumentiert.

Wie unterstützt Anomalieerkennung die Geldwäsche- und Betrugsprävention?

Anomalieerkennung lernt typische Strukturen in Transaktions- und Schadensdaten und priorisiert auffällige Abweichungen zur fachlichen Prüfung – auch ohne bekannte Betrugsfälle als Trainingsdaten.

Was bedeutet kalibrierte Unsicherheit?

Kalibrierte Unsicherheit bedeutet, dass prognostizierte Wahrscheinlichkeiten den langfristig beobachteten Häufigkeiten entsprechen: Bei vergleichbaren Fällen mit 80 % Wahrscheinlichkeit tritt das Ereignis etwa achtmal von zehn ein.

Was bedeutet dokumentierte Evidenz?

Dokumentierte Evidenz hält für jeden Prüffall die verwendeten Daten, festgestellten Auffälligkeiten, Quellen und Prüfschritte fest. So können Fachbereich und Revision jeden Befund nachvollziehen.

FAQ's

Ersetzen die Engines menschliche Fachprüfer?

Nein, die Engines ersetzen keine Fachprüfer. Sie bereiten Prüffälle vor, überprüfen Ergebnisse und dokumentieren die verwendeten Daten, Befunde und Prüfschritte. Die fachliche Bewertung und Entscheidung bleiben bei Ihren Fachprüfern.

Wie gleicht die Core Regulatory Engine neue regulatorische Anforderungen mit dem internen Regelwerk ab?

Die Core Regulatory Engine vergleicht neue regulatorische Anforderungen systematisch mit dem internen Regelwerk. Für jede Anforderung dokumentiert sie Deckung, Teildeckung, Lücke oder Widerspruch einschließlich Begründung, Quellen und Prüfschritten.

Welchen Vorteil bietet kalibrierte Unsicherheit gegenüber herkömmlichen Modellen?

Kalibrierte Unsicherheit liefert belastbare Wahrscheinlichkeiten statt bloßer Punktwerte. Wenn ein Modell bei vergleichbaren Fällen eine Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent ausweist, tritt das Ergebnis langfristig in etwa 80 Prozent dieser Fälle ein. Dadurch können Tarife, Reserven und Kapital auf Grundlage der vollständigen Ergebnisverteilung bemessen werden.

Gemeinsam jetzt - sicher ins Morgen

Wir schauen uns Ihren Anwendungsfall an und sagen Ihnen klar, was geht. 

Sprechen Sie uns gerne an

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Dr. Josef Dirnberger

Manager

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